DATEN & FAKTEN

Kraftwerksbau in apliner Steillage

Bauherr: KW Jungbach AG, bestehend aus Gemeinde St. Niklaus und Aletsch AG (EnAlpin AG)

Bauunternehmen: Ulrich Imboden AG Hoch- und Tiefbau aus Visp, größtes Hoch- und Tiefbauunternehmen im Oberwallis

MEVA System: Stützbock STB 450 mit Aufsätzen und Fahrkonsolen, Wandschalung Mammut, Schrägabstützung Triplex

Planung und Betreuung: MEVA Schalungs-Systeme, Seon, Schweiz

 

Projekt

Die ARGE Jungbach ist vom fahrbaren Stützbock STB 450 begeistert

Für die Elektrizitätserzeugung wird in der rohstoffarmen Schweiz seit jeher intensiv die Wasserkraft genutzt. Am Jungbach im Wallis wurde schon in den 1950er Jahren das Kraftwerk Ackersand 2 im Tal errichtet, nun wird ein zweites weiter oben im Berg errichtet.

Die ARGE Jungbach LEDI setzt hier erstmalig MEVA Schalung ein. Diese Arge ist Teil der permanenten ARGE LEDI, bestehend aus den Firmen Ulrich Imboden AG, PraderLosinger SA, Déné - riaz SA und Evéquoz SA, die seit meh - reren Jahrzenten gemeinsam diverse Untertagebauobjekte realisiert.

Akribische Planung ist das A und O
Senkrechte Felswände, unzugängliches Terrain, Materialtransport durch die Luft, Spezialgerät, wenig Lagerplatz, lange Winter mit Lawinen und selbst im Hochsommer Wetterkapriolen. Das Planen und Durchführen von Bauar-beiten im Hochgebirge erfordert ein Höchstmaß an Sorgfalt, Detailwissen und Flexibilität, logistische Meisterleis-tungen und umfangreiche Vorarbeiten lange vor der ersten Betonage. Zuerst wurde für den Maschinen- und Materi-altransport eine Lastseilbahn installiert, dann über dem Bett des Jungbachs ein Arbeits- und Lagerplatz planiert. Paral-lel wurde vom Jungtal auf ca. 2400 m ü.M. bis zur Kraftwerkzentrale auf ca. 1250 m ü.M. eine Druckleitung erstellt.

Turbinenkaverne mit Wänden aus mehreren Schichten
Kernstück des Kraftwerks und der Betonarbeiten ist die in 1250 m Höhe in den Fels gesprengte Kaverne mit 24 m Länge, 12 m Breite und 14 m Höhe. Sie nimmt die zwei Turbinen auf, die das im Jungtal auf 2400 m ü.M. gefasste Wasser zur Stromer - zeugung nutzen. Für die Wände der Kaverne wurde auf den Fels in voller Höhe Spritzbeton aufgebracht, auf die - sen eine wasserdichte Folie angebracht und daran die Bewehrung. An sie wer - den bis 8 m Höhe die 60 bis 80 cm, teils auch 100 cm dicken Betonwände mit zwei aufgestockten Schalungseinhei - ten betoniert. Oberhalb 8 m wird eine zweite Lage Spritzbeton angebracht.

Zeitsparender Pluspunkt: Die Fahrkonsolen der Stützböcke
Jede Einheit besteht aus 5 Stütz - böcken STB 450, die mit 2 Aufsätzen auf 7,50 m Höhe aufgestockt und mit Triplex-Stützen stabilisiert sind. Die Schalfläche aus liegend aufge - stockten Mammut-Elementen ist pro Einheit 6 m breit und 8 m hoch. Die bauausführende Ulrich Imboden AG, die sonst nur Stahlschalung aus eige - nem Bestand einsetzt, entschied sich hier erstmalig für MEVA Schalung. Der Grund: In der beengten Kaverne war eine fahrbare Schalkonstruktion gefordert und unabdingbar. Dank ihrer Fahrkonsolen werden die MEVA Stütz - böcke inklusive Mammut-Schalung in der Kaverne einfach von Takt zu Takt gerollt – ohne zeitraubende Ab- und Aufbauarbeiten an den Schalungsein - heiten.

Zügiges Betonieren: Ein Meter pro Stunde in die Höhe
Aus dem Tal wird der Beton per Seil - bahn in Kübeln à 4 m³ zum Betonfahr - mischer auf dem Vorplatz transportiert und von dort in die Kaverne gepumpt. Betoniert wird in insgesamt 8 Takten; für die Längswände werden beide Schalungseinheiten nebeneinander auf 12 m Breite eingesetzt. Dank der hohen Frischbetondruckaufnahme der Mammut von 97 kN/ m² wird pro Stunde ein Meter Wandhöhe schnell betoniert. Die Arbeiten liegen – trotz lawinenbedingter Unterbrechung im Winter – voll im Zeitplan und schon bald wird der Jungbach auf seinem kurzen Lauf zwei Kraftwerke mit sauberer Energie versorgen. Auch für einen problemlosen Wartungszugang zur Kaverne nach dem Bau ist gesorgt: Ein Treppenaufgang im Berginnern erlaubt den sicheren Aufstieg zur Kaverne bei jedem Wetter.

„Wir sind begeistert, man fühlt sich beim Arbeiten richtig sicher“
So fasst Polier Stefan Leiggener seine erstmalige Erfahrung mit MEVA Schalung zusammen. „Die robuste Ausführung der Stützböcke und der Schalungskonstruktion gibt uns beim Arbeiten ein Gefühl hoher Sicherheit. Die hohe Frischbetondruckaufnahme der Mammut erlaubt uns schnelles Betonieren. Die alkus-Schalhaut hat uns, die wir sonst nur Stahlschalung verwenden, auch überzeugt.“

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